Für diejenigen unter euch, welche die Prüfung erst bestanden haben, will ich hiermit ein paar Anregungen geben.
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1. Dienstag im Monat:
2. Dienstag im Monat:
Inhaltsverzeichnis
- 1 1. Rufzeichenzuteilung
- 2 2. Erste Ausrüstung zusammenstellen
- 3 3. Antennen und Zubehör
- 4 4. Erste Funkverbindungen
- 5 5. Digitale Betriebsarten erkunden
- 6 6. Weiterbildung und Spezialisierung
- 7 7. Rechtliche Aspekte im Funkbetrieb
- 8 Kosten und Budget
- 9 Empfohlenes Vorgehen für Einsteiger
- 10 Nützliche Kontakte und Ressourcen
- 11 Fazit
1. Rufzeichenzuteilung
Beantragung des Rufzeichens
- Online-Antrag bei der Bundesnetzagentur
- Kosten: ca. 70 Euro für 10 Jahre
- Bearbeitungszeit: 2-4 Wochen
- Wunschrufzeichen gegen Aufpreis möglich
Deutsche Rufzeichenstruktur
- Präfix: DA-DR (Deutschland)
- Ziffernbereich je nach Region (0-9)
- Suffix: 2-3 Buchstaben
Beispiele:
- DL1ABC (Klasse A in Region 1)
- DO2XYZ (Klasse E in Region 2)
2. Erste Ausrüstung zusammenstellen
Handfunkgerät (2m/70cm) Empfohlene Einsteigergeräte:
- Yaesu FT-65R (ca. 90 Euro)
- Baofeng UV-5R (ca. 25 Euro, Grundausstattung)
- Icom ID-52 (ca. 450 Euro, mit D-Star)
Mobilstation für das Auto
- Yaesu FTM-300DR (ca. 400 Euro)
- Icom IC-2730E (ca. 300 Euro)
Feststationen (HF/VHF/UHF) Für Klasse A:
Für beide Klassen:
3. Antennen und Zubehör
Für den Einstieg:
Später:
- Vertikalantenne (HF)
- Beam-Antennen für Richtfunk
- Selbstbau nach Anleitungen
Wichtiges Zubehör:
- SWR-Messgerät
- Koaxialkabel (RG-58, RG-213)
- Stecker und Adapter
- Netzteil (13,8V, ausreichend Strom)
4. Erste Funkverbindungen
Lokale Repeater nutzen
- 2m-Band (144-146 MHz): Viele lokale Repeater
- 70cm-Band (430-440 MHz): Ebenfalls gute Repeaterabdeckung
- Echolink: Internet-gestützte Verbindungen
Tipps für die ersten QSOs:
- Mit „CQ“ einen allgemeinen Anruf senden
- Rufzeichen deutlich und langsam sprechen
- Höflich und respektvoll bleiben
- Q-Gruppen verwenden (QTH, QRZ, 73)
5. Digitale Betriebsarten erkunden
- APRS (Automatic Packet Reporting System)
- Positionsmeldungen und Nachrichten
- Digitale Sprachübertragung
- Bessere Audioqualität
- Zusätzliche Datendienste
Computerfunk (PSK31, FT8, JS8)
6. Weiterbildung und Spezialisierung
Mögliche Interessensgebiete:
- Antennenbau und -simulation
- Microwave und EME (Erde-Mond-Erde)
- Satellitenfunk (AMSAT)
- Contestbetrieb (Funkwettbewerbe)
- QRP (Betrieb mit geringer Leistung)
- Selbstbau von Geräten
Weiterbildungsmöglichkeiten:
- Kurse zu speziellen Themen
- Hamfest-Besuche (Amateurfunkmessen)
- Fachzeitschriften (CQ DL, funkamateur)
- Online-Communities und Foren
7. Rechtliche Aspekte im Funkbetrieb
Wichtige Regeln:
- Rufzeichen bei jedem Funkverkehr nennen
- Sendeleistung nur so hoch wie nötig
- Frequenzbereiche und -nutzung beachten
- Störungen vermeiden und melden
- Logbuchführung (empfohlen)
Besondere Bestimmungen:
- Auslandsbetrieb (CEPT-Empfehlung T/R 61-01)
- Betrieb auf See und in der Luft
- Fernbedienungsbetrieb
Kosten und Budget
Einsteigerbudget (Klasse E)
- Handfunkgerät: 50-150 Euro
- Antenne und Kabel: 30-50 Euro
- Verschiedenes: 20-30 Euro
- Gesamt: 100-230 Euro
Erweiterte Ausstattung
- Mobilstation: 300-500 Euro
- Feststationsantenne: 100-300 Euro
- SWR-Meter und Tuner: 150-400 Euro
- Gesamt: 550-1.200 Euro
Vollausstattung (Klasse A)
- HF-Transceiver: 800-2.500 Euro
- Antennenanlage: 500-2.000 Euro
- Zubehör und Messtechnik: 300-800 Euro
- Gesamt: 1.600-5.300 Euro
Empfohlenes Vorgehen für Einsteiger
Phase 1: Grundlagen (erste 3 Monate)
- Handfunkgerät beschaffen
- Lokale Repeater erkunden
- Erste QSOs führen
- DARC-Ortsverband kontaktieren
Phase 2: Erweiterung (Monate 4-12)
- Mobilstation für das Auto
- Digitale Betriebsarten ausprobieren
- An Fielddays teilnehmen
- Antennenbau erlernen
Phase 3: Spezialisierung (ab Jahr 2)
- Upgrade auf Klasse A erwägen
- HF-Betrieb beginnen
- Spezialinteressen vertiefen
- Eventuell Contest-Teilnahme
Nützliche Kontakte und Ressourcen
Verbände und Vereine
- DARC e.V. (Deutscher Amateur Radio Club)
- Bundesweite Vertretung der Funkamateure
- Ortsverbände für lokale Unterstützung
- Zeitschrift „CQ DL“
- VFDB (Verband der Funkamateur in Telekommunikation und Post)
- Alternative Interessensvertretung
Online-Ressourcen
- QRZ.com: Internationale Rufzeichendatenbank
- eQSL.cc: Elektronische QSL-Karten
- APRS.fi: APRS-Tracking und -Statistiken
- DXSummit.fi: DX-Cluster und Aktivitäten
Fachliteratur
- „Amateurfunk-Lehrgang für das Klasse-E-Zeugnis“ (Eckart Moltrecht)
- „Rothammel Antennenbuch“ (Standard-Referenz)
- „Kleines Funkamateur-Handbuch“ (Ringbuch-Format)
Software
- Ham Radio Deluxe: Stationssoftware
- WSJT-X: Digitale Schwachsignal-Modi
- YAAC: APRS-Client
- Contest-Logger: N1MM+ oder andere
Fazit
Amateurfunk ist ein faszinierendes Hobby, das technisches Verständnis, handwerkliches Geschick und internationale Kommunikation vereint. Der Einstieg ist mit überschaubarem Aufwand möglich, und die Entwicklungsmöglichkeiten sind praktisch unbegrenzt.
Der Schlüssel zum Erfolg liegt im schrittweisen Vorgehen: Beginnen Sie mit der Klasse E, sammeln Sie praktische Erfahrungen, und erweitern Sie Ihr Wissen und Ihre Ausrüstung kontinuierlich. Die Amateurfunkgemeinschaft ist sehr hilfsbereit – zögern Sie nicht, andere Funkamateure um Rat und Unterstützung zu bitten.
73 und viel Erfolg beim Einstieg in den Amateurfunk!
Hinweis: Preise und Bestimmungen können sich ändern. Informieren Sie sich stets über aktuelle Regelungen bei der Bundesnetzagentur und in der aktuellen Fachliteratur.