Die beliebtesten Antennen im Amateurfunk 2026

Antennen Opener

Ein umfassender Leitfaden für jede Situation – von mobil bis zum eigenen Garten

Die Wahl der richtigen Antenne ist entscheidend für erfolgreichen Amateurfunkbetrieb. Doch welche Antenne ist die richtige für deine Situation? In diesem Artikel geht es um die beliebtesten und bewährtesten Antennenlösungen für 2026 vor – gegliedert nach deinen individuellen Möglichkeiten und Bedürfnissen.

1. Mobile Antennen für unterwegs (SOTA, POTA, Contest)

Für Funkamateure, die gerne draußen aktiv sind – sei es bei SOTA (Summits on the Air), POTA (Parks on the Air) oder Contesten – sind leichte, schnell aufzubauende Antennen gefragt.

EFHW (End Fed Half Wave) – Der Klassiker für Portable

Eigenschaften:

  • Endgespeiste Halbwellenantenne mit 49:1 Unun
  • Typische Längen: 10-20 Meter Draht (je nach Bändern)
  • Gewicht: 200-500 Gramm komplett
  • Mehrbandfähig (meist 40m, 20m, 15m, 10m)
  • Aufbau: vertikal, Inverted-V oder Inverted-L

Vorteile:

  • Nur ein Aufhängepunkt erforderlich
  • Extrem leicht und kompakt (passt in jede Jackentasche)
  • Schneller Aufbau (5-10 Minuten)
  • Kein Tuner erforderlich bei guter Abstimmung
  • Hervorragende DX-Eigenschaften
  • Preis: 50-150 € (Selbstbau) / 150-300 € (kommerziell)

Nachteile:

  • Benötigt einen hohen Aufhängepunkt (Baum, Mast)
  • Schmalbandiger als Dipole
  • HF am Einspeisepunkt (Mantelwellensperre empfohlen)

Beliebte Modelle 2026:

  • SOTABEAMS Band Hopper EFHW
  • Chameleon MPAS 2.0
  • MyAntennas EFHW-8010
  • Diverse Eigenbaulösungen mit FT140-43 Toroid

Portable Magnetic Loop

Vorteile:

  • Sehr kompakt (40-100 cm Durchmesser)
  • Unabhängig von Aufhängepunkten
  • Funktioniert auch bei schlechtem Wetter
  • Geringe Anfälligkeit für lokales QRM

Nachteile:

  • Geringerer Wirkungsgrad als EFHW
  • Schmalbandig (muss nachgestimmt werden)
  • Leistungsbegrenzung (meist 10-20 Watt)
  • Höherer Anschaffungspreis

Empfehlung: Whizz Loop, Alexloop, Chameleon CHA P-LOOP 2.0

Vertikalantennen mit Radials

Klassische Vertikal mit 4-16 Radials, beliebt für schnellen Aufbau ohne Bäume. Gute Allround-Lösung mit Rundstrahlcharakteristik.

2. Mobilfunk-Antennen fürs Auto

Für den Amateurfunkbetrieb während der Fahrt oder als transportable Station am Parkplatz.

VHF/UHF Mobilantennen (2m/70cm)

Magnetfußantennen:

  • Diamond NR-770HB – Klassiker mit 2,15 / 3,8 dBi Gewinn, Länge 39 cm
  • Comet SBB-5 – Dual-Band, sehr robust, 50/144/430 MHz
  • Nagoya UT-106UV – Kompakte Mini-Mag für diskrete Installation

Fest montierte Mobilantennen:

  • Diamond NR-240C – 101 cm, 4/6 dBi, sehr gute Leistung
  • Comet CA-2X4SR – Hochleistung mit 3,8/6,2 dBi
  • Albrecht AE Dualband – Schwenkbar, deutsche Qualität

Vorteile Magnetfuß:

  • Keine Dachdurchführung nötig
  • Schnell an- und abmontiert
  • Ideal für Mietwagen oder Firmenwagen

Vorteile Festmontage:

  • Stabilere Befestigung
  • Bessere Masseverbindung
  • Höhere Belastbarkeit

Kurzwellen-Mobilantennen

Screwdriver-Antennen (motorisch abstimmbar):

  • Tarheel – Gold-Standard für mobile KW
  • Comet UHV-9 – 9-Band-Vertikale (3,5-430 MHz)
  • Yaesu ATAS-120A – Automatisch abstimmbar, 7-430 MHz

Eigenschaften:

  • Fernabstimmung vom Fahrerplatz
  • Mehrbandbetrieb (meist 80m-10m)
  • Länge: 180-250 cm zusammengefaltet
  • Belastbarkeit: 100-200 Watt
  • Preis: 400-800 €

Hamstick/Hustler-Style Antennen:

  • Einzelbandantennen zum Wechseln
  • Günstiger (je 50-80 €)
  • Kompakter
  • Kein Motor/Elektronik nötig

Tipp: Für optimale Ergebnisse im mobilen KW-Betrieb ist eine gute Masseverbindung essentiell. Masseleitungen oder Masseband unter dem Fahrzeug verbessern die Leistung erheblich!

3. Antennen für die Mietwohnung ohne Dachnutzung

Die Herausforderung schlechthin: Amateurfunk in der Mietwohnung, oft mit Antennenverbot oder ohne Zugang zum Dach. Hier sind Kreativität und Kompromisse gefragt.

Balkonantennen – Was ist erlaubt?

Rechtliche Situation: In Deutschland gilt die Montage von Antennen am Balkon rechtlich als bauliche Veränderung und erfordert theoretisch die Zustimmung der Eigentümergemeinschaft. ABER: Antennen, die ohne Bohren oder feste Verschraubung montiert werden (Klemmhalterungen, Schellen), haben bessere Chancen.

Praxis-Tipp: Viele OMs betreiben erfolgreich „temporäre“ Antennen, die nur bei Funkbetrieb aufgebaut und danach wieder abgebaut werden.

Magnetische Loop-Antennen (Mag-Loop)

Die Lösung für „Antennengeschädigte“!

Eigenschaften:

  • Durchmesser: 80-130 cm
  • Höhe: Optional mit Stativ 150-250 cm
  • Abstimmung: Manuell oder motorisch per Drehkondensator
  • Bänder: Je nach Modell 40m-10m oder 80m-10m

Vorteile:

  • Funktioniert auch Indoor (im Zimmer/auf Balkon)
  • Sehr kompakt – passt auch auf kleinen Balkon
  • Exzellente QRM-Unterdrückung (wirkt wie Preselektor)
  • Keine Radials oder Gegengewichte nötig
  • Drehbar für Richtungswirkung (Nullstellen nutzen!)
  • Funktioniert auch dicht über Erdboden

Nachteile:

  • Geringerer Wirkungsgrad (ca. 10-30% je nach Band)
  • Sehr schmalbandig (Q-Faktor hoch)
  • Leistungsbegrenzung (je nach Modell 10-100 Watt)
  • Preis: 300-1.500 €
  • Muss bei Frequenzwechsel nachgestimmt werden

Beliebte Modelle 2026:

  • Ciro Mazzoni Baby Loop (40-10m, mit ATU 2.0, bis 100W) – ~1.200 €
  • Ciro Mazzoni Midi Loop (80-10m, bis 100W) – ~1.500 €
  • MFJ-1786X (30-10m, automatisch, bis 100W) – ~600 € (Produktion eingestellt, gebraucht erhältlich)
  • Chameleon CHA F-LOOP 2.0 (7-30 MHz) – ~450 €
  • AMA-164 (160-40m, für die ganz langen Bänder) – ~800 €

Erfahrungsbericht: OMs berichten von S9-Signalen auf 80m mit nur 100 Watt an einer Indoor-Midi-Loop – das beeindruckt selbst in Ortsrunden! Der Schlüssel: Hochwertige Komponenten und gute Abstimmung.

Drahtantennen für Balkon und Dachboden

Endfed-Drahtantennen (Random Wire mit 9:1 Unun):

  • 5-20 Meter Draht horizontal am Balkongeländer entlang
  • Mit ATU auf mehreren Bändern nutzbar
  • Sehr diskret (dünner Draht kaum sichtbar)
  • Preis: 30-80 € (Selbstbau mit 9:1 Unun)

Aufbau-Tipps:

  • Draht an Nylonschnur oder Angelschnur befestigen
  • Möglichst hoch und frei aufhängen
  • Abstand zu Metallteilen beachten
  • Bei Bedarf schnell abnehmbar gestalten

Kompakt-Dipol für VHF/UHF:

  • 2m/70cm Teleskop-Dipol für Balkongeländer-Montage
  • Beispiel: Diamond AZ-505 (klappbarer Dipol)
  • Für Relaisbetrieb und lokale QSOs völlig ausreichend

Vertikalantennen am Balkon

Eigenschaften:

  • Lambda/4 Vertikale mit Radials
  • Montage an Balkongeländer mit Klemmhalterung
  • 2-4 Radials horizontal am Geländer entlang

Beispiele:

  • Diamond X-30 (2m/70cm Glasfiber-Vertical, 1,8m lang)
  • Cushcraft ARX-2B (2m/70cm Ringo Ranger)

Wichtig: Immer an Sicherheitsabstände denken (Personenschutz)! Bei Sendeleistung über 10 Watt sollte die Antenne mindestens 2 Meter von Aufenthaltsbereichen entfernt sein.

4. Eigenes Haus mit wenig Platz (kleiner Garten, begrenzter Drehradius)

Du hast ein Eigenheim, aber der Garten ist klein oder die Nachbarn sind nah? Hier sind kompakte Lösungen gefragt, die trotzdem gute Performance liefern.

Hexbeam – Der Kompromiss-Champion

Was ist ein Hexbeam?

Der Hexbeam ist eine 2-Element-Richtantenne (Dipol + Reflektor) in hexagonaler Bauform. Die Elemente sind in W-Form gebogen, wodurch der Platzbedarf drastisch reduziert wird.

Technische Daten:

  • Drehradius: nur 2,0-2,8 Meter (statt 5-7m bei klassischer Yagi!)
  • Gewicht: 5-15 kg (je nach Ausführung)
  • Bänder: 20m, 17m, 15m, 12m, 10m, optional 6m
  • Gewinn: ca. 4-5 dBi
  • Vor/Rück-Verhältnis: 15-25 dB
  • Windlast: gering (ca. 0,35 m²)

Vorteile:

  • Kleinster Platzbedarf aller Richtantennen
  • Geringes Gewicht – einfacher Rotor ausreichend
  • Gute DX-Performance trotz Kompaktbauweise
  • Mehrbandbetrieb ohne Tuner
  • Auch bei Wind stabil (Windlast gering)
  • Transportabel (zerlegbar für Fieldday)

Nachteile:

  • Nur 2 Elemente (weniger Gewinn als 3-4 El. Yagi)
  • Aufbau etwas fummelig (viele Spreizen und Drähte)
  • Preis: 500-800 € (Bausatz)
  • 40m schwierig zu integrieren (würde zu groß)

Beliebte Modelle 2026:

  • WIMO HEX6B (6-Band, europäisches Modell) – ~650 €
  • MW0JZE Hexbeam (UK-Hersteller, sehr beliebt) – ~550 €
  • SP7IDX Mark IV HD (polnischer Hersteller) – ~540 €
  • Folting Antennas Hexbeam (deutsche Qualität) – ~700 €
  • Eigenbau nach G3TXQ-Design – Material ca. 200-300 €

Erfahrungsberichte: Viele OMs sind vom Hexbeam begeistert – „Kompakt wie ein Regenschirm, aber DX wie eine Yagi!“ ist ein häufiges Fazit. Besonders für Grundstücke mit Nachbarschafts-Auflagen ideal.

Kompakt-Yagis und Mini-Beams

Cushcraft MA5B / MA40:

  • 5-Band Mini-Beam (20-10m)
  • Länge: 3,6 Meter
  • Gewicht: ca. 13 kg
  • Gewinn: 4-6 dBi je nach Band
  • Preis: ~600-800 €

Vertikalantennen für mehrere Bänder

Hustler 6BTV / Butternut HF6V:

  • 6-Band Vertikalantenne (80m-10m)
  • Höhe: ca. 7-8 Meter
  • Benötigt Radialsystem (16-32 Radials ideal)
  • Rundstrahlcharakteristik
  • Platzsparend (nur senkrecht)
  • Preis: 400-600 €

Vorteile Vertikal:

  • Kein Rotor nötig (Rundstrahler)
  • Vertikale Montage spart Platz
  • Gute DX-Eigenschaften (flacher Abstrahlwinkel)

Nachteile Vertikal:

  • Radialsystem notwendig (unter Rasen verlegen)
  • Anfällig für lokales QRM
  • Keine Richtcharakteristik

Inverted-V Dipol vom Dach

Klassiker für schmale Grundstücke:

  • Mastspitze auf First oder Kamin
  • Dipol-Schenkel schräg nach unten zu Grundstücksenden
  • Mehrbandbetrieb mit Tuner möglich
  • Sehr kostengünstig (Material 50-100 €)
  • Gute Allround-Performance

5. Haus mit Garten und ausreichend Platz

Wenn du das Glück hast, über ausreichend Platz zu verfügen, öffnen sich viele Möglichkeiten für hochperformante Antennensysteme.

Spiderbeam – Die leichte Hochleistungs-Yagi

Das Konzept:

Der Spiderbeam ist eine Multiband-Yagi aus Fiberglas-Spreizen und Draht-Elementen. Er vereint die Performance einer klassischen Yagi mit dem Gewicht einer Mini-Beam.

Technische Daten:

  • Spannweite: ca. 10 Meter (33 ft)
  • Gewicht: 5,5 kg (Portable) / 12 kg (HD-Version)
  • Elemente: 3 El auf 20m, 3 El auf 15m, 4 El auf 10m
  • Gewinn: 6-8 dBi (je nach Band)
  • Vor/Rück-Verhältnis: 20-30 dB
  • Belastbar bis 1.500 Watt
  • Optional: 40m Dipol-Add-On

Vorteile:

  • Gewinn einer Full-Size Yagi bei deutlich weniger Gewicht
  • 3-4 Elemente je Band (bessere Performance als Hexbeam)
  • Einfacher Transport (zerlegbar auf 120 cm x 25 cm)
  • Auch für Fieldday und portable DXpeditionen ideal
  • Geringere Windlast als Alu-Yagi
  • Preis: ~650-1.200 €

Nachteile:

  • Größerer Drehradius als Hexbeam (5 Meter)
  • Aufbau zeitaufwändig (viele Einzelteile)
  • Draht-Elemente müssen exakt nach Anleitung aufgebaut werden
  • Mechanisch weniger robust als Alu-Yagi (Sturmgefahr)

Varianten 2026:

  • Spiderbeam HD 20-15-10m – Klassiker, ~950 €
  • Spiderbeam 18m Version (inkl. 40m Dipol) – ~1.200 €
  • Spiderbeam Portable – Leichtversion für SOTA/POTA

Klassische Yagi-Antennen

Für maximalen Gewinn:

Monoband-Yagis:

  • 3-8 Elemente
  • Gewinn: 7-12 dBi
  • Beispiel: M2 20M5, 5-Element 20m Yagi, 9 dBi Gewinn
  • Ideal für Contest-Stationen

Triband-Yagis (20-15-10m):

  • SteppIR – Motorisch verstellbare Elemente, perfekte Anpassung auf jedem Band
  • Force 12 C3 – 3-Element Triband, 10m Boomlänge
  • Hygain TH7DX – 7-Element Triband-Klassiker
  • Optibeam OB16-3 – High-End-Lösung, 16m Boomlänge

Preis-Bereich: 1.000 – 5.000 € (je nach Größe und Hersteller)

Drahtantennen für große Grundstücke

Full-Size Dipole:

  • Lambda/2 Dipol für jedes gewünschte Band
  • 80m Dipol = 40 Meter lang!
  • Horizontal zwischen Bäumen oder Masten
  • Beste Effizienz, geringe Kosten

Windom / Off-Center Fed Dipol (OCF):

  • Asymmetrisch gespeister Dipol
  • Mehrbandfähig (z.B. 80-40-20-10m)
  • Nur eine Zuleitung nötig
  • Beispiel: Fritzel FD-4 (4-Band OCF)

G5RV / ZS6BKW:

  • Multiband-Dipol mit Hühnerleiter
  • Länge ca. 31 Meter
  • Funktioniert auf vielen Bändern (mit Tuner)
  • Klassiker seit Jahrzehnten

Langdraht-Antennen:

  • 40-80 Meter Draht horizontal
  • Mit 9:1 oder 49:1 Unun
  • Multiband mit ATU
  • Extrem kostengünstig

Delta Loop / Quad Loop

Eigenschaften:

  • Geschlossene Schleife (Dreieck oder Quadrat)
  • Umfang = 1 Lambda
  • Kann vertikal oder horizontal polarisiert werden
  • Etwas mehr Gewinn als einfacher Dipol

80m Delta Loop:

  • Spitze oben am Mast, Basis auf Grundstückshöhe
  • Platzsparend bei langen Bändern
  • Gute Abstrahlung in eine Richtung

Cubical Quad (Richtantenne)

Alternative zur Yagi:

  • Quadratische Elemente statt lineare Stäbe
  • Etwas mehr Gewinn als Yagi bei gleicher Elementzahl
  • Kompakter als Yagi
  • Beispiel: BigSignal Cubical Quad (spanischer Hersteller)
  • Preis: 800-2.000 €

Beverage-Antenne (Empfangsantenne)

Für Low-Band DX:

  • Lange Drahtantenne (100-300 Meter!)
  • Ca. 2 Meter über Boden
  • Nur für Empfang (sehr geringer Wirkungsgrad beim Senden)
  • Hervorragend für 160m und 80m DX
  • Stark richtungsabhängig
  • Kostengünstig (nur Draht und Abschlusswiderstand)

Übersichtstabelle: Antennen im Vergleich

EinsatzszenarioAntennentypPlatzbedarfPerformancePreisBesonderheit
Portable (SOTA/POTA)EFHW 40-10mMinimal★★★★☆50-300 €Extrem leicht, schnell aufgebaut
Auto mobil (VHF/UHF)Magnetfuß Dualband0 (Dach)★★★★☆40-150 €Kein Bohren nötig
Auto mobil (KW)Screwdriver-Antenne0 (Stoßstange)★★★☆☆400-800 €Motorisch abstimmbar
Balkon/WohnungMagnetic Loop1-2 m²★★★☆☆300-1.500 €QRM-resistent, kompakt
Balkon diskretDrahtantenne (Endfed)5-20 m Draht★★★☆☆30-100 €Nahezu unsichtbar
Kleiner GartenHexbeam 6-BandDrehradius 2-3m★★★★☆500-800 €Bester Kompromiss Platz/Leistung
Kleiner GartenVertikal + RadialsHöhe 7-8m★★★☆☆400-600 €Kein Rotor nötig, Rundstrahler
Großer GartenSpiderbeamDrehradius 5m★★★★★650-1.200 €Yagi-Performance, geringes Gewicht
Großer GartenKlassische Triband-YagiDrehradius 5-8m★★★★★1.000-5.000 €Maximum Performance
Großer GartenFull-Size Dipol20-40m Spannweite★★★★☆20-100 €Beste Effizienz, günstig

Wichtige Kaufkriterien für 2026

1. Platzverhältnisse realistisch einschätzen

  • Miss deinen verfügbaren Platz genau aus
  • Denke an Sicherheitsabstände zu Nachbargrundstücken
  • Beachte Baumfreiheit (Wachstum in 5 Jahren!)

2. Bandinteressen definieren

  • Welche Bänder möchtest du hauptsächlich nutzen?
  • 80m/40m brauchen viel Platz – Prioritäten setzen
  • Für Kurzwellen-DX: 20m, 17m, 15m, 10m wichtig

3. Budget und Selbstbaufähigkeit

  • Fertigantennen: Schnell, aber teuer
  • Selbstbau: Günstiger, aber zeitintensiv
  • Hybrid: Bausätze als guter Kompromiss

4. Wetterbeständigkeit und Wartung

  • Alu-Antennen: Robust, aber schwer
  • Fiberglas/Draht: Leicht, aber windanfällig
  • Edelstahl-Beschläge bevorzugen
  • Regelmäßige Inspektion einplanen

5. Leistungsreserven beachten

  • Nicht nur für heutige 100W planen
  • Eventuell später PA (500W-1kW)?
  • Balun/Unun ausreichend dimensionieren

Top-Trends 2026

1. EFHW bleibt King bei Portable

Die EFHW-Antenne hat sich als Standard für SOTA/POTA etabliert. Neue Varianten mit verbessertem Unun-Design und Multiband-Fähigkeit dominieren den Markt.

2. Magnetic Loops werden hochwertiger

Immer mehr Hersteller bieten automatisch abstimmbare Mag-Loops mit höherer Leistungsverträglichkeit (100W+) an. Preise sinken durch chinesische Konkurrenz.

3. Hexbeam vs. Spiderbeam – Die ewige Debatte

Beide Konzepte haben ihre treue Anhängerschaft. Hexbeam für minimal Platz, Spiderbeam für etwas mehr Performance. Neuerdings auch Hybrid-Konzepte verfügbar.

4. Vertikalantennen mit kapazitiven Hüten

Neue verkürzte Vertikalantennen nutzen kapazitive „Top-Hats“ für bessere Effizienz bei geringerer Höhe – interessant für eingeschränkte Standorte.

5. Software Defined Antennas (SDA)

SteppIR-Technologie wird erschwinglicher. Motorisch verstellbare Elemente passen sich per Software perfekt an jede Frequenz an – die Zukunft?

Praktische Tipps zum Antennenaufbau

Sicherheit geht vor!

  • Abstand zu Stromleitungen: Minimum 10 Meter!
  • Personenschutz: HF-Felder bei Sendebetrieb beachten
  • Blitzschutz: Erdung, Überspannungsschutz
  • Maststatik: Windlast berechnen, ausreichend dimensionieren

Genehmigungen einholen

  • Bauamt: Ab bestimmter Höhe genehmigungspflichtig (je nach Bundesland 10-15m)
  • Vermieter/Eigentümergemeinschaft: Schriftliche Erlaubnis empfehlenswert
  • Nachbarn: Vorher informieren vermeidet Ärger
  • Denkmalschutz: In Altstädten besonders beachten

Antennen-Tuning ist Pflicht

  • Investiere in einen Antennenanalysator (NanoVNA, MFJ-259, RigExpert)
  • SWR messen und optimieren
  • Bei Multiband-Antennen jedes Band einzeln prüfen
  • Dokumentiere deine Einstellungen

Koaxialkabel nicht vergessen!

  • Gutes Kabel ist genauso wichtig wie die Antenne
  • Für KW: Minimum RG-213 / Aircom Plus / Ecoflex
  • Für VHF/UHF: Ecoflex 15 oder besser
  • Stecker professionell montieren oder crimpen lassen
  • Kabel UV-beständig und wasserdicht verlegen

Fazit: Die richtige Antenne für jeden OM

Die „beste“ Antenne gibt es nicht – aber für jede Situation gibt es die optimale Lösung:

  • Portable-Fans: EFHW ist unschlagbar (leicht, effizient, vielseitig)
  • Mieter ohne Dach: Magnetic Loop oder diskrete Drahtantenne
  • Kleine Gärten: Hexbeam bietet bestes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Große Grundstücke: Spiderbeam oder klassische Yagi für maximalen DX-Erfolg
  • Budget-bewusste: Selbstbau-Dipole und Endfed – Effizienz zum Minimalpreis

Wichtigster Rat: Eine durchschnittliche Antenne, die aufgebaut ist, ist besser als die perfekte Antenne, die noch im Keller liegt! Fang an, experimentiere, und optimiere mit der Zeit.

Der Amateurfunk lebt von Experimenten – also ran an die Antenne und 73!


Weiterführende Ressourcen

  • Antennensimulation: MMANA-GAL, 4nec2, EZNEC
  • Antennenrechner: Dipol-Rechner
  • Händler: WIMO.com, Funktechnik-Bielefeld.de, HAM-Radio.de
  • Selbstbau-Forum: QRPforum.de, DARC-Forum
  • YouTube-Kanäle: Ham Radio Crash Course, K8MRD, DX Commander

Alle Preisangaben sind Circa-Werte und können variieren.

Hast du Erfahrungen mit einer dieser Antennen? Teile deine Tipps in den Kommentaren!

Veröffentlicht in Allgemein.

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