Der Beitrag beleuchtet, dass die Zeiten, in denen die Bundesnetzagentur lediglich mit auffälligen Peilwagen durch die Straßen fuhr, vorbei sind. Heute operiert die Behörde mit einem dichten, weitgehend automatisierten Netzwerk.
1. Die Technik hinter der Ortung
Das Video erklärt drei wesentliche Verfahren, mit denen Signale heute lokalisiert werden:
- Richtantennen (AOA – Angle of Arrival): Das klassische Verfahren, bei dem die Richtung des stärksten Signals bestimmt wird. Durch Kreuzpeilung mehrerer Standorte lässt sich der Sender lokalisieren [03:27].
- Phaseninterferometrie: Hierbei messen fest installierte Antennenarrays die Phasenunterschiede eines Signals. Dies geschieht in Sekundenbruchteilen und erfordert keine mechanische Bewegung der Antennen [04:28].
- TDOA (Time Difference of Arrival): Das präziseste Verfahren. Es misst die winzigen Zeitunterschiede, mit denen ein Signal an verschiedenen Stationen eintrifft. Bei guter Synchronisation ist eine Ortung auf unter einen Meter genau möglich [07:06], [14:37].
2. Das „geheime“ Netzwerk
Obwohl genaue Standorte offiziell kaum kommuniziert werden, enthüllt das Video basierend auf Recherchen und Anfragen nach dem Informationsfreiheitsgesetz wichtige Eckpunkte [08:12]:
- Es gibt etwa 80 bis 100 fernbedienbare Messstationen in ganz Deutschland [09:18].
- Ergänzt wird dies durch 92 Messfahrzeuge und 22 ständig besetzte Standorte [10:04].
- Das Netzwerk misst rund um die Uhr (24/7), nicht nur bei akuten Störungen, sondern auch zur Überwachung des allgemeinen elektromagnetischen Grundrauschens [13:30].
3. Fazit: Man ist nicht unsichtbar
Die Analyse macht deutlich, dass illegales Senden oder das Stören von Funkdiensten (wie z. B. PMR, Freenet oder gar Flugfunk) hochriskant ist. Das Video nennt ein Beispiel aus Berlin (2021), bei dem ein Flugfunkstörer innerhalb weniger Stunden lokalisiert und festgenommen wurde [15:26].
Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Bundesnetzagentur verfügt über ein flächendeckendes System, das Signale extrem schnell und präzise erfassen kann. Die vermeintliche Sicherheit durch „Nicht-Präsenz“ von Peilwagen ist eine Täuschung – das Netzwerk hört immer mit.
Das vollständige Video finden Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=qSlvV9itlb0
Es wird aus Datenschutzgründen nur das Vorschaubild des Videos angezeigt. Erst nach einem KLICK auf das Video wird eine Verbindung zu Youtube hergestellt.
